Resilienz

Resilienz - das ist die körperliche, geistige und seelische Kraft, die Menschen dazu befähigt, den Herausforderungen des Lebens, egal ob groß oder klein, standzuhalten und dabei wissen, wie sie gelassen und positiv zu bleiben.

 

 

 

Die gute Nachricht:  Resilenz und Stresskompetenz sind jederzeit erlernbar und trainierbar,

egal in welchem Alter!

 

 

 

Das Wort "Resilienz" stammt von dem lateinischen Wort "resilire" (zurückspringen, absprallen) ab. Ursprünglich wurde es in der Physik verwendet und bezeichnet in der Materialforschung hochelastische Werkstoffe, die nach jeder Belastung wieder ihre ursprüngliche Form annehmen.

 

Resiliente Menschen verstehen es, aus jeder Situation das Beste zu machen und nutzen Herausforderungen als wertvolle Lehrerfahrung in der persönlichen Entwicklung. Sie zeichnen sich eine hohe Stresskompetenz aus, die u.a. durch folgende Grundhaltungen und Fähigkeiten geprägt ist:

 

1)    Akzeptanz

2)    Übernahme von Verantwortung

3)    Realistischer Optimismus

4)    Lösungsorientierung

5)    Selbstwahrnehmung und -fürsorge

6)    Soziales Netzwerk

7)    Erweiterung der Handlungsspielräume

8)    Veränderungsfähigkeit

9)    Neuorientierung

 

 

 

Stärkung der Resilienz kann zum gesünderen Umgang mit Belastungen des Alltags und auch bei Krisen führen und damit auch zur Gesundheitsprävention beitragen. Einige dieser sogenannten Resilienz-Faktoren wie z.B. Optimismus, Selbstwirksamkeit, Emotionsregulation, Netzwerkorientierung, Lösungsorientierung, Zukunftsplanung und Akzeptanz können gezielt, entweder in individuellem oder im Team-Training, gestärkt und trainiert werden.

 

Aus wissenschaftlichen Untersuchungen weiß man, dass (neuro-)biologische, psychische und soziale Ressourcen Schutzfaktoren darstellen. Daher ist Resilienz-Training ein systemischer, ganzheitlicher Ansatz und umfaßt Körper, Geist und Seele.  

 

 

 

Resilienz als Burnout-Prävention

Chronische Anspannungen oder Stress, die als Belastung wahrgenommen werden, nehmen zu. Symptomatisch können sie sich durch Verspannung, Schlaflosigkeit, Infektanfälligkeit und des Nicht-Abschaltens zeigen. Gründe für die Zunahme an chronischer Anspannung können in der technologischen Entwicklung (z.B. Dauerreichbarkeit) sowie gesteigerten beruflichen Anforderungen (z.B. Multitasking) liegen.  Chronischer Stress kann langfristig zu Burnout führen.

 

Stärkung der Resilienz kann einen alternativen Umgang mit chronischer Belastung trainieren. Ansätze liegen hier in systemischem Training von Körper, Seele und Geist. Hier ist Achtsamkeit zu sich selbst auf allen Ebenen das grundlegende Fundament zu Resilienz und Stresskompetenz - so können wir auch in der Krise oder im Alltag gelassen bleiben.

Akute und chronische Stressreaktionen

Anspannung versetzt uns durch evolutionär geprägte biologische Abläufe in Alarmbereitschaft: Kampf oder Flucht oder auch Erstarren - da sind unsere unbewußten Überlebensmodi. Akut löst der biologische Hormonausstoß eine Steigerung der körperlichen und mentalen Aktivität aus, was uns leistungsfähiger und auch wacher macht. Dies passiert nicht nur bei negativen Erlebnissen, sondern auch bei freudigen Ereignissen, wie z.B. bei Sport oder Vorfreude auf ein schönes Ereignis.  Nach einer akuten Anspannung regeneriert der Körper sich wieder selbst (z.B. nach Lampenfieber). Durch eine chronische Anspannung kann sich diese Regenerationzeit verkürzen oder ganz ausfallen. Man ist ständig "angeknipst". Dies kann widerrum mittel- oder langfristig zu Auswirkungen auf mentale und körperliche Regenerationsfähigkeit führen.